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Die Chronik des Vereins

 

Aller Anfang ist schwer

Im Frühjahr 1946, in einer Zeit voller Not und Sorgen, reifte in Kirchahorn die Idee, einen Sportverein ins Leben zu rufen. Vorher mußte man sich jedoch die Zustimmung der amerikanischen Militärregierung einholen. Am 19. Juli versammelten sich auf Initiative des Gastwirtes Hans Hofmann und seines ehemaligen Kriegskameraden Georg Pisior mehrere sportbegeisterte Männer und gründeten den Sportverein Kirchahorn.
1. Vorsitzender wurde Dr. Bumler, der jedoch bereits nach 3 Monaten wegen Arbeitsüberlastung zurücktrat, den Posten des 1. Kassiers übernahm Hans Leibinger, der zu Beginn nicht mehr als 4 Reichsmark und ein Paar Fuballschuhe zu verwalten hatte!
Zu den Gründungsmitgliedern zählten ferner:
Ernst Pfeufer, Georg Pfeufer, Franz Pfeufer, Otto Stadler, Horst Raschke, Friedrich Pfaffenberger, H. Hennewald, Reinhold Mosig, Manfred Lindner, Kurt Knig, Hans Feulner, Heinz S, Max Bauer und Heinz Noack.
Viele Schwierigkeiten galt es in der Anfangszeit zu überwinden, so nähte man sich z.B. die Trikots selbst und um einen farblichen Effekt zu erzielen, schnitt man sich aus ehemaligen Hakenkreuzfahnen rote Streifen und nähte sie quer über das Trikot-Oberteil!
Zunächst spielte man in der Gruppe "Fränkische Schweiz", wurde aber zu Beginn der Saison 47/48 dem Kreis Bayreuth/Kulmbach zugeteilt. Zu den einzelnen Auswärtsspielen war man oft einen ganzen Tag unterwegs; zu Fuß, per Fahrrad oder mit alten Lastwagen erreichte man die einzelnen Spielorte.
Gespielt wurde daheim auf holprigen Wiesen in der näheren Umgebung, die Tore hatte man sich selbst gezimmert. Oft war es notwendig, Zwangspausen einzulegen, da das Gras ja eigentlich für das Vieh bestimmt war!

Die 50er Jahre

Anfang der 50er Jahre konnte, unter Vorsitz des damaligen Bürgermeisters Georg Pfeufer, ein eigener Spielplatz vom Grafen Schönborn längerfristig gepachtet werden. Die Trainings- und Spielbedingungen waren somit endlich wesentlich besser, so daß in den Jahren 1949/50 der Aufstieg in die B-Klasse zum Greifen nahe war.
In den folgenden Jahren ist von sportlichen Erfolgen wenig zu verzeichnen, besonders von 1955 bis 1962 hatte man ein Tief und war nicht selten der "Prügelknabe", der manchmal bis zu ein Dutzend Tore einstecken mußte! Auch finanziell stand es nicht zum Besten, durch Theater-Aufführungen hielt man sich einigermaßen über Wasser!
Gerade in dieser "Zeit der Bewährung" ist die Kameradschaft und der Idealismus der aktiven Sportler und des gesamten Vereins hervorzuheben, die den Verein am Leben erhielten.
Dank der Initiative des damaligen Vorsitzenden Wolfgang Hohe und der großzügigen Unterstützung durch Hans Hofmann, konnte 1966 der Sportheimbau in Angriff genommen und 1968 fertiggestellt werden.
Im gleichen Jahr wurde unter Federführung des damaligen Volksschullehrers Hans Jörg Gruber eine Schülermannschaft gegründet. Außerdem erfolgte der Eintrag ins Vereinsregister, wofür man erst eine neue Vereinssatzung erstellen mußte.

Die 70er Jahre

Zwei Jahre später glückte dann endlich der langersehnte Aufstieg der 1. Mannschaft in die B-Klasse Bayreuth/Kulmbach, in der man sich 5 Jahre lang behaupten konnte, ehe man in der Saison 74/75 wieder in die C-Klasse absteigen mute.
Überhaupt waren die 70er Jahre von zahlreichen sportlichen Aktivitten bzw. Erfolgen gekennzeichnet:
1970 Gründung einer Ski-Abteilung
1972 Gründung einer Tischtennis-Abteilung im Gasthaus Bauernschmitt Adlitz; die Verbandsspiele wurden im ehemaligen Tanzsaal durchgeführt!
1972 Aufstieg der A-Jugend in die "Spitzengruppe"
1973 Gründung einer Schach-Abteilung unter Federführung von Hans Hofmann, der bereits Mitbegründer des Schach-Clubs Waischenfeld war.
1973 1. Jugend - Skitag am Adlitzer Berg (Organisation Karl Oppelt), 3 weitere Skitage wurden in den folgenden Jahren unter reger Teilnahme der Jugendlichen durchgeführt!(1974-76).
1973 Erster Vereins-Ausflug ins Ausland (Ziel war die Goldene Stadt Prag, in Verbindung mit einem Freundschaftsspiel der 1. Mannschaft).
1974 Inbetriebnahme des Flutlichts und endgültige Fertigstellung des Sportheims
1974 Gründung einer 2. Jugend-Mannschaft
1974 C-Jugend wird Meister
1975 Gründung der Damen-Gymnastik-Gruppe:
Debüt am 21.02.76 unter der Leitung von E. Hofmann beim Sportlerfasching, bis zum heutigen Tag bereichern sie jedes Jahr unseren Fasching und geben auch Einlagen bei anderen Vereinen. Mittlerweile gibt es zusätzlich eine Senioren-Gruppe und einer Kinder-Turn-Gruppe.
1975 C-Jugend wird unter Leitung von Joachim Hofmann wiederum Meister und steigt in die 1. Kreisklasse auf.
1978 Wiederaufstieg der 1. Mannschaft in die B-Klasse
1979 C-Jugend erreicht den bis dahin größten Vereinserfolg mit dem Aufstieg in die Oberfrankenliga (Trainer: Joachim Hofmann).

Die 80er Jahre

Aufgrund der zahlreichen Mannschaften und nicht zuletzt wegen der Überstrapazierung des Sportplatzes am Ailsbach, reifte beim SV Kirchahorn der Gedanke, ein zweites Spielfeld in Betrieb nehmen zu können. Unter der Leitung von Karl Oppelt wurde man sich schnell einig und begann bereits im Herbst 1979 mit dem Bau des neuen Sportplatzes an der Schule, die offizielle Einweihung sollte sich jedoch bis 1983 hinauszögern.
Zu diesen Aktivitten paßte auch der sportliche Erfolg der 1. Mannschaft, als sie am 06.07.80 in einem denkwürdigen Entscheidungsspiel auf dem Gelände des ASV Hollfeld gegen den SSV Kasendorf den erstmaligen Aufstieg in die A-Klasse Bayreuth/Kulmbach schaffte! Die Freude war so groß, daß man wenige Wochen später eine mehrtägige Aufstiegsfeier mit Festzeltbetrieb durchführte!
Als dann im folgenden Jahr die A-Jugend in der Kreisklasse Meister wurde und in die Bezirksliga aufstieg (Trainer: Marcel Dielesen, Jugendleiter: Dieter Hofmann), war der sportliche Triumph perfekt und die gute Nachwuchsarbeit hatte endlich Früchte getragen.
Dennoch mußte die 1. Mannschaft nach vier Jahren A-Klassenzugehörigkeit den Weg in die B-Klasse antreten (es fehlte lediglich 1 Punkt zum Klassenerhalt); weitere zwei Jahre später konnte man nur mit Mühe den Abstieg aus der B-Klasse verhindern.
In diesem Jahr feierte man auch unter Vorsitz von Adalbert Pfeufer bzw. Marcel Dielesen das 40jährige Vereinsjubiläum (29.05. - 01.06.86); als große Attraktion galt damals der Auftritt der Musikgruppe "FLIPPERS", außerdem wurde erstmalig das Fußballturnier der Ahorntaler Feuerwehren durchgeführt.
Im Jahre 1987 übernahm Dr. Peßler den Vereinsvorsitz; während seiner Amtszeit konnte die Mitgliederanzahl nochmals beträchtlich gesteigert werden, was nicht zuletzt auf den regen Zulauf bei der Damen-Gymnastik-Gruppe zurückzuführen war. Weiterhin wurde die Mitgliederverwaltung auf EDV umgestellt, wodurch sich vor allem der Verwaltungsaufwand erheblich reduzieren ließ.
Und auch mit der 1. Mannschaft ging es wieder aufwärts;
Obwohl man 2 Relegationsspiele verloren geben mußte, schaffte man unter Trainer Horst Lorenz den Wiederaufstieg in die A- Klasse, in der man sich diesmal 7 Jahre lang behaupten sollte!

Die 90er Jahre

1991 gab Dr. Peßler das Amt des 1.Vorsitzenden an Wilhelm Herzing ab. Unter seiner Führung wurde mit tatkräftiger Unterstützung der Mitglieder eine neue Flutlichtanlage errichtet, das Zuschauer-Häuschen ausgebaut sowie der Neubau des Bolzplatzes am Ailsbach in Angriff genommen. In diesem Zusammenhang sind besonders Karl Oppelt und Werner Büttner zu erwähnen, die für Planung und Genehmigung verantwortlich zeichneten.
Im gleichen Jahr wurde auf Initiative von Dieter Hofmann eine Damen-Fußballmannschaft gegründet, die seit 1992 an offiziellen Punktspielen teilnimmt. Besonders zu erwähnen ist der rasche Aufstieg in die Damen-Bezirksliga.
Die Gründung einer Mädchenmannschaft sollte zwei Jahre später folgen.
Ebenfalls 1991 führte man in Zusammenarbeit mit der FF Kirchahorn erstmalig das Kirchahorner Straßenweinfest durch, das sich bis heute großer Beliebtheit erfreut.
Auch die Tischtennis-Abteilung ließ aufhorchen, als die Mädchen-Mannschaft im Spieljahr 1991 das "Double" schaffte und in der Kreisliga 1 Meister und Pokalsieger wurde.
Im Spieljahr 1992/93 erzielte die 1. Mannschaft ihr bis heute bestes Ergebnis, als sie die Vizemeisterschaft in der A-Klasse Bayreuth/Kulmbach errang und den Aufstieg in Bezirksliga nur knapp verpasste (Trainer: Ludwig Dujicek). Leider musste man nur ein Jahr später unglücklich aus der A-Klasse absteigen. Im darauf folgenden Jahr wurde man B-Klassen-Vizemeister, scheiterte aber in der Relegation um einen A-Klassenplatz.
Auch im Spieljahr 95/96 lieferte man sich einen Dreikampf um die B-Klassen-Meisterschaft. Am Schluss fehlte allerdings das nötige Quäntchen Glück.
Erst im dritten Anlauf schaffte man unter Trainer Carolus Fischer souverän den Aufstieg in die A-Klasse. Ein Novum war, dass auch die Reserve Meister wurde. Den sportlichen Erfolg perfekt machte die Damenmannschaft, der unter Trainer Raimund Philbert die Vizemeisterschaft in der A-Klasse West und somit der Aufstieg in die Bezirksliga West gelang.
Bereits 1993 schaffte die A-Jugend den Aufstieg in die Bezirksliga Oberfranken Ost, des Weiteren kann sie auf den Gewinn des Landkreispokals und der Hallenkreismeisterschaft 1995 stolz sein, bei der man sich auch gegen höherklassige Gegner durchgesetzt hat.
Nicht ohne Grund wurde die vorbildliche Jugendarbeit des SV Kirchahorn durch die Auszeichnung mit der Sepp-Herberger-Urkunde gewürdigt.
"Pünktlich" zum 50-jährigen Vereinsjubiläum, das vom 06.06.1996 bis 10.06.1996 gefeiert wurde, errang die A-Jugend die Bezirksliga-Meisterschaft und stieg somit unter Trainer Marcel Dielesen und Betreuer Waldemar Ritter in die höchste Oberfränkische Liga (Bezirksoberliga) auf.
Zum „Bunten Abend“ hatte man die aus Funk und Fernsehen bekannten „Bayerischen Sieben“ engagiert. Außerdem wurde zum 10. Mal das Fußballturnier der Ahorntaler Feuerwehren ausgerichtet.

Übergang ins 21. Jahrhundert

Während der achtjährigen Amtszeit Dielesens, der neben seiner aktiven Zeit als Spieler bzw. Trainer, auch bereits in früheren Jahren in der Vorstandschaft mitwirkte, konnten mit tatkräftiger Unterstützung der Vereinsmitglieder zahlreiche Projekte verwirklicht werden.
Hier nur das Wichtigste in Stichpunkten:Anbringung der Bandenwerbung unter der Regie der „AH“.

Inbetriebnahme des alten Bürgerbusses für Fahrten zu den einzelnen Spielen.

Wiederaufbau des teilweise abgebrannten Zuschauerhäuschens am B-Platz (1998).

Errichtung eines Verkaufspavillons am neuen Sportplatz.

Sanierung der Flutlichtanlage am jetzigen A-Platz.

Erneuerung des unteren Ballfangzauns am B-Platz.

Errichtung eines WC-Häuschens im Rahmen der Dorferneuerung am neuen Festplatz.

Anschaffung eines zweiten Rasenmähers.

Sanierung des alten Sportheimes, insbesondere Dach und Fassade.

Anschaffung eines neuen Vereinsbusses

Anbringung eines zweiten Ballfangzauns am A-Platz (Ostseite).Weitere „Meilensteine“ bzw. Aktivitäten aus den einzelnen Sparten:

1998 Die D1-Jugend wird Hallenkreispokalsieger und steigt später in die Kreisklasse auf.
Die Seniorengymnastikgruppe feiert ihr 10- jähriges Bestehen.
Die B-Jugend wird Vizemeister und verpasst den Aufstieg nur knapp.

1999 Die Damenmannschaft wird Meister in der Kreisliga Nord und steigt in die Bezirksliga West auf.
Die B-Jugend wird in Spielgemeinschaft mit Glashütten vorzeitig Meister in der Kreisliga B1 (Trainer Jochen Ganzleben, Betreuer Stefan Neubauer und Günter Linz). Leider musste diese Mannschaft im darauf folgenden Jahr wegen Spielermangels abgemeldet werden.
Die F-Jugend gewinnt die Hallenkreismeisterschaft (Betreuer Klaus Hauenstein).

2000 Die A-Jugend steigt nach 4-jähriger Zugehörigkeit aus der Bezirksoberliga in die Bezirksliga ab.
Die Damen-Gymnastikgruppe feiert ihr 25-jähriges Bestehen.
Mehrtägiger Vereinsausflug nach Italien (Südtirol, Gardasee, Venedig)
Die Damenmannschaft wird im Winter 2000 / 2001 Hallenkreismeister.

2001 Die erste Mannschaft steigt aus der Kreisliga ab.
Die Reserve-Mannschaft belegt einen guten 3. Platz.
Die D-Jugend wird Kreisklassenmeister.

2002 Die erste Mannschaft wird souverän Meister in der Kreisklasse 1 und schafft den direkten Wiederaufstieg in die Kreisliga (Trainer Markus Ganzleben, Spielleiter Hubert Polster).

2003 Die A-Jugend steigt aus der Bezirksliga ab, somit ist der SVK nach über
10 Jahren Zugehörigkeit im Jugend- und Schülerbereich nicht mehr auf der Bezirksebene vertreten.
Im Oktober 2003 gibt der langjährige 2. Vorstand Günther Kaiser sein Amt ab. Er ist damit mehr als 12 Jahre ununterbrochen in der Vorstandschaft vertreten gewesen! Er bleibt dem SVK aber weiterhin als „Hüttenwart“ erhalten.
Neuer 2. Vorsitzender wird Bernhard Pfaffenberger, Marcel Dielesen bleibt für knapp zwei weitere Jahre 1. Vorstand.

2004 Die erste Mannschaft sichert sich den Klassenerhalt erst am letzten Spieltag.
Die „Alten Herren“ stellen den regelmäßigen Spielbetrieb ein.
Im März 2005 übernahm der langjährige Gesamtleiter der Schüler- und Jugendmannschaften, Joachim Hofmann, das Amt des 1. Vorsitzenden. Sein Stellvertreter wurde Erich Gerstacker, der bereits in früheren Jahren mehrfach in der Vorstandschaft vertreten war.
Neben dem „Tagesgeschäft“ standen die weiteren Aktivitäten ganz im Zeichen der Vorbereitung des 60-jährigen Vereinsjubiläums. So wurde eigens ein Festausschuss gegründet. Der B-Platz, auf dem man ein Pokalturnier durchführen will, wurde mit einem Erde-Sand-Gemisch aufgefüllt und neu angesät.
Die 1. Mannschaft machte es in der Saison 2005/2006 wiederum spannend und konnte sich erst am letzten Spieltag den Klassenerhalt in der Kreisliga sichern.
Sie ist seit dem erstmaligen Aufstieg 1980 bis zum heutigen Tag insgesamt 19 Jahre in der Kreisliga vertreten gewesen. Darauf kann man besonders stolz sein, da in dieser langen Zeit weitgehend nur „Eigengewächse“ zum Einsatz gekommen sind. Besonderer Dank und Anerkennung gilt deswegen allen Spielern, Trainern, Betreuern, Funktionären und nicht zuletzt allen Mitgliedern, die zu diesen Erfolgen beigetragen haben.
So hofft der SVK, dass es in den kommenden Jahren weiter aufwärts geht und vor allem im Nachwuchsbereich an die Erfolge vergangener Jahre angeknüpft werden kann.
Mögen sich auch künftig engagierte Frauen und Männer finden, die dem SVK mit seinen momentan 530 Mitgliedern weiterhin die Treue halten und damit das kulturelle Leben im Ahorntal bereichern.

2006

Vom 13. –16. Juli 2006 fand das 60jährige Jubiläum statt.